Pressestimmen

...typisch britisch!

Die Rheinpfalz vom 09. Mai 2017

Union Jack in der Schulturnhalle

Gelungener Chorabend der Liedertafel Weisenheim am Sand mit britischen Gästen „Heidelberg & District Pipes and Drums“.

„Typisch britisch“ ging es im Konzert der Liedertafel Weisenheim am Sand am Samstag in der voll besetzten Schulturnhalle zu. Sehr britisch waren auch die Liedertafel-Gäste, die „Heidelberg & District Pipes and Drums“. Die Ensembles bereiteten den Zuhörern einen kurzweiligen, zweieinhalbstündigen Konzertabend unter Leitung von Liedertafeldirigentin Karla Kronenberger.

Wer wollte, ging nicht nur von der Musik beschwingt nach Hause, sondern war dank Karlheinz Knabe auch ein wenig schlauer. In seiner Moderation stellte er die Programmpunkte in ihren historischen Zusammenhang oder gab Wissenswertes zu ihrer Entstehungsgeschichte preis.

Alle drei Chöre der Liedertafel – Männerchor, Gemischter Chor und Modern Music – gestalteten mit „Amazing Grace“, der „Erstaunlichen Gnade“ von John Henry Newton, den Auftakt des Liedertafelkonzertes. Es folgte „Leuchtet der Morgen“, gesungen vom gemischten Chor, vielleicht besser bekannt von Cat Stevens’ Interpretation „Morning has Broken“, ein mit neuem Text versehenes fast 150 Jahre altes gälisches Volkslied. Dass die Melodie vom früh verstorbenen belgischen Chansonnier Jacques Brel stammte, war bei „Seasons in the Sun“ zu erfahren. Mit „Scotland the Brave“, der heimlichen schottischen Nationalhymne, stieg das Quintett aus drei Dudelsäcken, einer Trommel und einer Pauke unter Leiter Nicklas Mc Phee in das Programm ein. Sie bekamen nicht nur hierfür kräftigen Applaus. Ihr Auftritt war ein bestens zum Motto des Abends passendes Vergnügen, ihr militärisch exaktes Auftreten, angetan mit Schottenröcken in den Clanfarben der Mc Phees, boten sie auch was fürs Auge. Der Männerchor sang die Ballade „In der Fremde“, bekannt als „Danny Boy“ und zurückgehend auf die alte irische Volksweise „A Londonderry Air“. Mit einem mitreißenden Beatles-Potpourri aus „Penny Lane“, „Yellow Submarine“ und „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ – auch wohlversehen mit Hintergrundinfos des Moderators – verabschiedete „Modern Music“ die Zuhörer in die Pause.

Mit der deutschen Übersetzung des x-mal gecoverten „You Can’t Hurry Love“ – „Die Liebe kommt leis’“ – machte der Gemischte Chor nach der Pause weiter. Was den Humor angeht, geht’s gar nicht britischer als bei „Always Look on the Bright Side of Life“ aus dem Film „Das Leben des Brian“ der Komiker-Gruppe Monty Python. Ein Song, der geradezu zum Mitsummen und -singen animierte. Unwillkürlich erschien bei der als Klavierduett von Karla Kronenberger und Helene Wüst präsentierten Titelmelodie der Miss-Marple-Filme die Schauspielerin Margaret Rutherford vor dem inneren Auge. Danach interpretierten „Modern Music“ Adeles „Skyfall“ nach dem gleichnamigen James-Bond-Film aus dem Jahr 2012. Mit dem fröhlichen „Sailor“-Song „Girls, Girls, Girls“ läutete der Männerchor das Ende des gelungenen Chorabends ein. Alle Künstler gemeinsam verabschiedeten sich schließlich beim Publikum mit dem aus Schottland stammenden Lied, das überall in der englischsprachigen Welt an Silvester um Mitternacht angestimmt wird: „Auld Lang Syne“, zu deutsch „Nehmt Abschied Brüder“. Nach den Wünschen von Liedertafel-Chef Rudolf Stork auf einen guten Nachhauseweg gab’s die Zugabe von den Gästen: „Muss i denn zum Städtele hinaus“ mit „Pipes und Drums“ – ungewohnt aber hörenswert.

Jahrzehnte im Chor aktiv. Edgar Ultes singt schon seit 60 Jahren beim Gesangverein 1846 Liedertafel Weisenheim am Sand. Beim Konzert wurde er dafür geehrt. Auf 50 Jahre bringen es Ellen Scheuermann-Reibold, Dietmar Ofer und Werner Schubar, auf 40 Jahre Inge Lottbrein und auf 25 Jahre Petra Klein und Hermann Stork.

170 Jahre - Feiern Sie mit uns!

Die Rheinpfalz vom 25. April 2016

Publikumsgeschmack getroffen

Liedertafel Weisenheim am Sand 1846 feiert 170 Jahre mit Wunschkonzert.

Das Beliebteste aus 157 eingereichten Vorschlägen präsentierten die drei Liedertafel-Chöre beim Konzert zum 170. Geburtstag des Vereins am Samstag in der Gemeindeturnhalle.

Ihr 170-jähriges Bestehen feierte die Liedertafel Weisenheim am Sand mit einem Konzert, das den Publikumsgeschmack punktgenau traf. Hatte doch das Publikum des letzten Jahreskonzertes aus einer Auswahl von Liedvorschlägen seine Lieblingssongs ausgewählt.

Die drei Chöre trugen die Stücke so abwechslungsreich und fantasievoll vor, dass der Abend absolut gelungen geriet. In der voll besetzten, festlich geschmückten Gemeindeturnhalle begrüßte Rudolf Stork, Vorsitzender der Liedertafel, auch befreundete Sänger aus Niederroßla. Zur musikalische Unterstützung war das 30-köpfige Polizeimusikkorps aus Mannheim eingeladen.

Zum Blechbläser-Intro zogen die Liedertafelchöre auf die Bühne, um mit dem „Chor der Gefangenen“ aus der Oper „Nabucco“ den Abend zu eröffnen. Vor dieser Kulisse ehrte Stork die Sängerin Katja Brendel für zehn Jahre im Chor. Wilfried Bierhenkel vom Chorverband Pfalz zeichnete Fritz Klein und Cornelius Bransen für 25 Jahre im Verein aus. „Heute kann jeder Chor froh sein, so junge Mitglieder zu haben“, sagte Bierhenkel.

Seit 25 Jahren moderiert Karl-Heinz Knabe die Konzerte der Liedertafel. Zu „Wein nicht um mich, Argentinien“ aus dem Musical „Evita“ erinnerte er an das Leben der chilenischen Präsidentengattin Peron. Der gemischte Chor trug das Stück unter einfühlsamer Klavierbegleitung der Pianistin Helene Wüst vor, im Zusammenspiel mit zwei Trompetern des Polizeimusikkorps unter Leitung von Dieter Kaufmann. Musik von Udo Jürgens wurde viel gewünscht. Für die vielen Evergreens wie „Griechischer Wein“ erntete das Polizeimusikkorps ebenso begeisterten Applaus wie für das Volkslieder-Medley im James-Last-Happy Sound.

Der meistgewünschte Titel des Abend war Knabes eigener Favorit: „Die Rose“, gefühlvoll vorgetragen vom Männerchor. Auch beim stimmgewaltigen „La Montanara“ war der Chor mit Herzblut dabei. Modern Music, der jüngste Chor der Liedertafel, legte viel Gefühl in sein „You’ll be in my heart“ aus dem Musical „Tarzan“ und verabschiedete das Publikum mit „Waterloo“ von Abba in die Pause.

Aus den 157 abgegebenen Stimmzetteln mit Wunschliedern zog Glücksfee Katja Brendel die fünf Gewinner Christa Knabe, Ingrid Barth, Uta Kreutz, Friedrich Hofmann und Heide Naumer. Im zweiten Teil des Jubiläumskonzerts standen unter anderem drei Nummern von Gilbert O’Sullivan auf dem Programm. Der gemischte Chor präsentierte Joy Flemings Beitrag zum Eurovison-Song-Contest „Ein Lied kann eine Brücke sein“. Beeindruckend war der Modern Music-Vortrag von „Africa“ mit akustischer Unterstützung von Herbert und Peter Stork und Markus Kronenberger. Ein Medley der Comedian Harmonists und - passend zu Hedi Oesers 1990 gemalter Ortsansicht von Weisenheim - typisch Pfälzisches wie das von Thomas Groh vorgetragene Gedicht von Herrmann Josef Settelmeyer und das „Palzlied“ der „Anonyme Giddarischde“ und „Ich war noch niemals in New York“, gesungen von allen drei Liedertafelchören unter der Dirigentin Karla Kronenberger, rundeten den Abend gelungen ab.

Ohne Zugabe („Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein) ließ das Publikum den Chor nicht gehen. Auch die Polizeimusiker hatten noch eine Zugabe parat, bevor das Konzert mit nach gut drei abwechslungsreichen Stunden zu Ende ging.

Hits der 80er, 90er und von heute

Die Rheinpfalz vom 12. Mai 2015

Extra den steirischen Dialekt geprobt

Die Chöre der Liedertafel Weisenheim am Sand begeistern am Samstag mit Hits aus vier Jahrzehnten – Besonders beliebt: „Atemlos“ und „Ein Stern, der deinen Namen trägt“.

In der bis auf den letzten Platz besetzten, festlich dekorierten Gemeindeturnhalle unterhielten die drei Chöre der Liedertafel unter Leitung der Dirigentin Karla Kronenberger am Samstagabend ein begeistertes Publikum. Unter dem Motto „Hits der 80er, 90er und von heute“ boten die Chöre ein abwechslungsreiches dreistündiges Programm. Unterstützung erhielten sie vom Musikverein Iggelheim unter Leitung von Jens Böhler.

Der Gesamtchor der Liedertafel, der aus allen drei Chören besteht, eröffnete das Konzert mit dem Kultsong von DJ Ötzi „Ein Stern, der deinen Namen trägt“. Der Männerchor konnte mit „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Rot sind die Rosen“ das Publikum zum Mitschunkeln bewegen. Die im steirischen Dialekt gesungene Hymne für alle Heimkehrer „Fürstenfeld“ von der Austropop-Band STS aus der Steiermark löste großen Jubel und frenetischen Beifall aus. „Unsere Dirigentin hat mit uns extra den Dialekt einstudiert“, erzählte Rudolf Stork, Vorsitzender der Liedertafel. Mit „Lieder“ von Adel Tawil und „Mambo“ von Herbert Grönemeyer zog der gemischte Chor das Publikum in seinen Bann. Mit Hintergrundinformationen zum Zeitgeschehen im Erscheinungsjahr der Lieder führte Karlheinz Knabe durch das Programm. Durchaus nicht „Atemlos“ war das Publikum beim Hit von Helene Fischer, vielmehr hörte man den einen oder anderen begeistert mitsingen. Einen starken Auftritt hatte auch der jüngste Chor der Liedertafel-Familie, Modern Music, mit dem „Earth-Song“ von Michael Jackson. „You raise me up“ von der irischen Gruppe Westlife begeisterte mit einem schönen Klangbild und Dynamikwechseln. Ebenso begeistern konnte der Musikverein Iggelheim mit „Leningrad“ und „One moment in time“.

Die Chöre wurden am Flügel begleitet von Helene Wüst, teilweise auch von Herbert Stork (Percussion) und Markus Kronenberger (Gitarre). Ein gelungener Abschluss des Abends war „We are the world“ vom Gesamtchor. Doch ohne Zugabe wollte das Publikum die Sänger nicht von der Bühne lassen. „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ war auch die Schlussnummer.

Hits am Stück liefern die Chöre der Liedertafel am Samstag in der Gemeindeturnhalle. Seit 40 Jahren dabei ist Karl Bender, dafür wurde er geehrt.

Ab in den Süden

Die Rheinpfalz vom 12. Mai 2014

Ein beeindruckendes Plädoyer für den Chorgesang

Das Jahreskonzert des Gesangvereins Liedertafel 1846 e.V. Weisenheim am Sand war ein gelungenes, beeindruckendes Plädoyer für den Chorgesang. Allein die Schul- und Gemeindeturnhalle Weisenheim mit so vielen Konzertbesuchern zu füllen, bedeutet, beim Publikum ein gehöriges Maß an Renommée und Zugehörigkeitsgefühl zum Chor zu besitzen, wie es am Samstagabend, dem Vorabend zum Muttertag geschah. Mit dem Konzertmotto "Ab in den Süden" erwählte sich Karla Kronenberger, die die Gesamtleitung des Programmes innehatte, ein dankbares, an Gesangsliteratur reiches Sujet, das mit Hits und Evergreens voller Nostalgie und hohen Erkennungswerten aufwartete. Die Sehnsüchte und das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre wurden auf vielfältige Weise thematisiert, umrahmt von Pop-Titeln jener aber auch jüngerer Zeit, aufgegriffen und komplettiert durch die launigen Vorträge des Wonnegauer Blasorchesters e.V. Osthofen unter Leitung von Matthias Merkelbach.

Eine wahre Mammutaufgabe und eine Energieleistung der besonderen Art nicht nur für die temperamentvolle auftretende Dirigentin und ihre drei Chorformationen der Liedertafel war es, ein fast dreistündiges Konzert zu stemmen. Deshalb gehören auch viele mit Engagement, Kreativität und Herzblut agierende Helfer dazu.

Der stimmige, wohlausgewogene Konzertverlauf demonstrierte auf beachtliche Weise, wie klug und erfahren die Chorleiterin Gesangsliteratur für ihre jeweiligen Chorgattungen ausgesucht hatte, die die Stärken der einzelnen Formationen plausibel aufzeigten. Ergänzt wurde der positive Eindruck durch eine kleine, perfekt assistierende Percussions- und Rhythmusgruppe mit Cajon, Schlagzeug und Gitarre. Helene Wüst am Klavier war eine mit feiner Musikalität agierende, überaus zuverlässige Begleiterin, der man getrost mehr Klangausbeute durch einen weiter geöffneten Flügel hätte zugestehen können. Karlheinz Knabe mit seiner unglaublich gut recherchierten, fundierten Moderation rundete das ansprechende Gesamtbild ab. Im Verlauf des Programmes wurde Kai Würtenberger, der "Eintreiber von Hilfeleistungen", für 25 Jahre Singen in Chor geehrt.

Für das rhythmische Zucken und Wippen der Besucherbeine und das Vibrieren des Turnhallenbodens zeichnete das Wonnegauer Blasorchester Osthofen mit zwei mitreißenden Medleys ("Best of Beach Boys" und "Best of Herb Albert"), sowie dem zündenden "Samba Time" von Günter Noris, einem ehemaligen Chef der Bundeswehr-Big-Band, verantwortlich. Andere Titel, wie z.B. der Paso doble im "Spanischen Zigeunertanz", hätte etwas mehr Feuer und Spritzigkeit verdient gehabt.

Dass Singen jung erhält, bewies der Männerchor der Liedertafel nicht nur mit der temperamentvollen, geistreich-vergnüglichen und a capella vorgetragenen Samba-Melodie "Marina". Die strengen Minen der Herren sorgte allerdings für einen unfreiwillig erheiternden Effekt.

Bei den Beiträgen von MODERN MUSIC gefielen vor allem die harmonische Zusammenarbeit von Chor und Instrumentalisten, sowie die hingebungsvoll feiernden Männerstimmen. Den Frauenstimmen, insbesondere dem Sopran hätte man mehr sängerische Stütze und daraus resultierende Intonationssicherheit gewünscht. Ein kleines Querflötensolo von Sierra Martinez bereicherte zudem den "California Dreamin"-Song. Das Highlight des Ensembles war zweifellos die gesangliche und besonders rhythmische Darstellung des Regens per Körperpercussion in "Africa".

Der Höhepunkt des Abends war allerdings dem jetzt 60-jährigen Jubilar, dem "Gemischten Chor", vorbehalten. Schon bei den ersten Takten von "Eviva Espana" und dem Catarina-Valente-Song "Komm ein bißchen mit nach Italien" berührten den wunderbar ausbalancierten Chorklang und der fast zärtliche Umgang mit der Dynamik. Herausragend, weil mit samtweichem, bezauberndem und ohne Klangverlust gestaltetem Piano und wunderbar anrührend, präsentierte sich der Udo-Jürgens-Hit "Grichischer Wein". Herrlich hier die Altstimmen! Die Interpretation von Andrew Lloyd Webbers "Amigos para aiempre" ließ anschließend keine Zuhörerwünsche mehr offen.

Beim das Konzert beschließenden Conny-Froboess-Klassiker "Zwei kleine Italiener" sowie bei der Zugabe "Ab in den Süden" verströmten noch einmal alle Akteure funkensprühende Lebensfreude, die das Publikum auf das heftigste honorierte; lediglich das nach drei Stunden lädierte Sitzfleisch der Besucher hätte Grund zur Klage gehabt.

Von Straußens Fledermaus bis zum Hippie-Wassermann

Die Rheinpfalz vom 6. Mai 2013

Großes Maikonzert der Liedertafel präsentiert unter dem Motto „Operette meets Musical“ bekannte Melodien

Knapp drei Stunden Chormusik präsentierten die drei Chöre der Liedertafel Weisenheim am Sand bei ihrem Konzertabend unter dem Titel „Operette meets Musical“ das Publikum in der voll besetzten Gemeindeturnhalle. Auf sehr unterhaltsame Weise trafen bekannte Operetten-Melodien auf ebenso eingängige Musicalbeiträge.Die Musik der „Westricher Saloniker“ ergänzte das Programm der Liedertafel vortrefflich. Auf sehr informative Weise führte Karlheinz Knabe durch den kurzweiligen Abend. Die Gesamtleitung des Abends hatte Chorleiterin Karla Kronenberger.Mit dem Champagnerlied aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß eröffneten Männerchor, Gemischter Chor und „Modern Music“ den Abend gemeinsam, so wie sie ihn auch gemeinsam mit „Aquarius“ und „Let The Sun Shine In“ aus dem Musical „Hair“ beschlossen.

Wiener Walzerklängen aus „Wiener Blut“ hatte sich der Männerchor verschrieben, der gemischte Chor interpretierte „Wo es Mädels gibt, Kameraden“ und „Modern Music“ präsentierte Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ aus dem Musical „Hinterm Horizont”.

Kaum ein „Gassenhauer“, kaum ein Welthit fehlte im Musicalteil. Ob es das „Chim Chim Cheree“ des Männerchores aus „Mary Poppins“, „Summertime“ aus George Gershwins „Porgy and Bess“ vom Gemischten Chor oder „Best of Buddy“ aus dem Musical „Buddy“, das sich um das musikalische Lebenswerk des in jungen Jahren ums Leben gekommenen Buddy Holly dreht, von „Modern Music“ – die Liedertafel nahm ihr Publikum mit, und die Sänger durften am Schluss nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen.

Von Moderator Karlheinz Knabe erfuhr man, dass sich die geheimnisvolle Zeile „The Day the Music Died“ (der Tag, an dem die Musik starb) aus Don McLeans „American Pie“ auf den Unfalltod Buddy Hollys bezieht. Das Stück bündle Einflüsse aus unterschiedlichen Nationalitäten, Kulturen, Hautfarben, Konfessionen und sozialen Schichten, und sei eine Art amerikanische Version der Operette.

„Lassen sie ihre Singversuche nicht an den Fliesen ihres Badezimmers zerschellen, singen sie bei uns mit“, warb Liedertafel-Vorsitzender Rudolf Stork beim Publikum. Der ehemalige Weisenheimer Bürgermeister Dieter Fesser fand es schade, dass kaum mehr junge Menschen den Weg in einen Gesangverein fänden, denn Singen mache „einfach Riesenspaß“. Fesser wurde für 60 Jahre Singen bei der Liedertafel geehrt.

Der Vorsitzende des Sängerkreises Frankenthal/Grünstadt Wilfried Bierhenkel nahm die Ehrungen vor. Mit Blick auf die 60-jährige Mitgliedschaft einiger Sänger sei es angebracht, bei der Liedertafel von einem Generationenverein zu sprechen, urteilte er. Die Liedertafel dürfe stolz sein auf seine verschiedenen Chöre und das damit verbundene breite Repertoire. Chorleiterin Karla Kronenberger verstehe es Woche für Woche, die Sänger zu motivieren.

Die begleitende Band bestand aus Helene Wüst (Klavier), Herbert Stork (Schlagzeug) und Markus Kronenberger (Gitarre). Für die Bühnen- und Saaldekoration waren Doris Fehlinger, Christel Meisel, Werner Peissig und Herbert Stork verantwortlich.

Ehrungen: Sie haben seit Jahrzehnten Spaß am Singen bei der Weisenheimer Liedertafel und wurden für ihre Treue jetzt geehrt: Von links Helga Purri, Beate Schreiber (beide 40 Jahre dabei), Heinz Diehl (60 Jahre), Dieter Fesser (60 Jahre) und Horst Schön (50 Jahre). Ihr „Silberjubiläum“ feierten Renate Aull, Doris Fehlinger, Arnold Kustermann und Otto Schubart.



Leserbrief an die Lokalredaktion: „Etwas mehr Sorgfalt “Zum Bericht über das Maikonzert der Liedertafel Weisenheim am Sand in der Ausgabe vom 6. Mai. Ihr Artikel vermittelt dem Leser eine gelungene Beschreibung zum Ablauf der Veranstaltung. Leider enthält er auch Fehler, die der Richtigstellung bedürfen. Richtig ist, dass Don McLean die Textzeile „The Day the Music Died“ in seinem Lied „American Pie“ Buddy Holly gewidmet hat. Falsch ist dagegen die in Ihrem Bericht aufgeführte Behauptung, Buddy Hollys Stück bündele Einflüsse aus unterschiedlichen Nationen, Kulturen, Hautfarben und sei eine Art amerikanische Version der Operette. Dies sind dem Zusammenhang entrissene Aussagen aus den Erläuterungen des Abends zur generellen Entstehung des Musicals. Sie haben keine Verbindung zu Buddy Holly beziehungsweise Don McLean und wurden so nicht geäußert. Schade ist, dass durch derartige Fehler in der Berichterstattung der Besucher des Konzerts verunsichert und die Recherchearbeit des Moderators öffentlich, für jedermann nachzulesen, ad absurdum geführt wird. Mich haben mehrere Zuhörer nach der Lektüre des Artikels auf diesen Umstand angesprochen und ich habe mich als Moderator, der sich in die Thematik eingelesen hat, natürlich darüber geärgert, da ich dies so nie dargestellt habe. Etwas mehr Sorgfalt wäre hier wünschenswert. Karlheinz Knabe, Weisenheim/Sand.

„Grand-Prix”-Idee kein Waterloo

Die Rheinpfalz vom 7. Mai 2011

Liedertafel und Gäste begeistern mit Repertoire aus 56 Jahren „Song-Contest”

Bekannte Titel aus dem früheren Gesangswettbewerb „Grand Prix d' Eurovision de la Chanson”, der heute „Eurovision Song-Contest” heißt, standen auf dem Programm des Maikonzerts der Liedertafel 1846 Weisenheim am Sand. Die passend zum Thema sehr hübsch geschmückte Gemeindeturnhalle war voll besetzt, der Applaus des Publikums herzlich. Die Gesamtleitung des Abends lag in den Händen von Chorleiterin Karla Kronenberger.

Die Liedertafel hat drei Chöre, die sich am Samstagabend mit ihren Auftritten abwechselten: einen Männerchor, einen gemischten Chor und den Projektchor „Modern Music”. Der Moderator des Abends, Karlheinz Knabe, garnierte die Beiträge mit viel Wissenswertem aus 56 Jahren „Song-Contest”.

Bei den Darbietungen stellten sich oft „Aha-Erlebnisse” ein, sowohl bezüglich der Titel als auch bei den Interpretinnen wie Katja Ebstein, Lena Valaitis oder Gitte Henning. Und natürlich war „Abba” zu hören, das erfolgreiche Schweden-Quartett, das mit seinem Titel „Waterloo” 1974 den Sieg im englischen Seebad Brighton holte und damit seine Weltkarriere startete. Am Samstagabend bot „Modern Music” diesen Titel mit sichtlicher Freude am Singen dar.

Passend zum Motto des Abends eröffnete die „Modern Sound Big Band” aus Bockenheim unter der Leitung von Sandor Kovacz den Abend mit der Eurovisionshymne, auch Europafanfare genannt.

Den gesanglichen Auftakt übernahmen die drei Liedertafel-Chöre im Ensemble mit „Wunder gibt es immer wieder”, ein Titel, mit dem Katja Ebstein den dritten Platz erreichte. Das Siegerlied von 1966, „Merci Chérie” von Udo Jürgens, war Sache des Männerchores. Der gemischte Chor sang Joy Flemings „Ein Lied kann eine Brücke sein”, Deutschlands Beitrag 1975. Den jüngsten deutschen Erfolg „Satellite”, mit dem Lena Meyer-Landrut 2010 in Oslo gewann, interpretierte wieder „Modern Music”. Das Stück ist wegen seines Tempos für einen Chor wahrscheinlich gar nicht einfach zu singen. Einen Soloauftritt mit der Bockenheimer Big Band hatte Karla Kronenberger mit einer der berühmtesten Filmmusiken aller Zeiten: „My Heart Will Go On” aus dem Film „Titanic”.

Doris Fehlinger, Christel Meisel und Werner Peissig hatten im Wesentlichen für das passende Bühnenbild und die Saaldekoration gesorgt. Am Klavier begleitete Helene Wüst, teilweise unterstützt durch Herbert Stork (Schlagzeug) und Markus Kronenberger (Bass).


Ehrungen: Walter Degenhardt, 60 Jahre aktiv bei der Liedertafel 1846 Weisenheim am Sand, und Liane Mühlbeier, 40 Jahre Sängerin im Verein, wurden von Wilfried Bierhenkel, stellvertretender Kreisvorsitzender des Chorkreises Frankenthal-Grünstadt, geehrt. Rudolf Stork erhielt für 25 Jahre Vereinsvorsitz den Ehrenteller des Chorverbandes der Pfalz. Als aktiver Sänger aller drei Chöre des Vereins habe er die 150-Jahr-Feier 1996 geschultert und 1999 den Aufbau von „Modern Music” forciert, lobte sein Stellvertreter Thomas Groh.

Oscar-Verleihung mit Sandhasen

Die Rheinpfalz vom 9. Mai 2011

Liedertafel 1846 glänzt bei Konzert mit abwechslungsreichem Filmmusik-Programm

Der Schriftzug „Weisenheim” prangte über der Bühne der Gemeindeturnhalle auf einem Foto der Hollywood-Berge und brachte das Motto des Abends auf den Punkt: Die Sängerinnen und Sänger der Liedertafel 1846 hatten sich bei der Programmauswahl für das Konzert am Samstag ganz aufs Thema Film konzentriert.

Passend dazu war die Halle mit vielen Kinorequisiten dekoriert - zwischen Filmplakaten, Filmrollen, Klappen und lebensgroßen Filmstars aus Pappe gehörte echtes Popcorn zur Bühnendekoration. Nach der Erkennungsmelodie für 20th-Century-Fox-Filme mit dem bekannten Löwengebrüll begrüßte Liedertafel-Vorsitzender Rudolf Stork die Gäste. Als Moderator erzählte Karl-Heinz Knabe den Zuhörern, darunter auch Gäste aus der Partnerstadt Niederroßla, Wissenswertes zu den Filmen.

Mit einem Paukenschlag und raumfüllenden Klängen eröffnete das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Landau unter der Leitung von Bernd Gaudera den Abend mit drei Filmtiteln von Ennio Morricone: ”Zwei glorreiche Halunken”, ”Spiel mir das Lied vom Tod” und ”Für eine Hand voll Dollar”.

Beim Henry-Mancini-Porträt zeigte sich dessen Leidenschaft für den Big-Band-Sound. Die Stücke ”Baby Elephant Walk”, ”Die Dornenvögel”, „Charade” und ”Moon River” brachte das Blasorchester eindrucksvoll zu Gehör. In ihrem Beitrag zu ”Henry V - Suite of the Movie”, dem Shakespeare-Klassiker Heinrich V., bewiesen sich die Musiker als Sänger.

Der gemischte Chor der Liedertafel unter Leitung von Karla Kronenberger erinnerte mit ”Wenn der weiße Flieder wieder blüht” und ”Rote Lippen soll man küssen” an Heimatfilme der 50er und 60er. Mit Neil Diamonds ”Song Sung Blue” wurde die Flower-Power-Zeit lebendig.

Der Männerchor unter Leitung von Horst Haub hatte Gefühlvolles zu bieten, unter anderem ”True love”, das weltberühmte Duett von Grace Kelly und Bing Crosby aus ”Die oberen Zehntausend”, und Otto Schubarts Solo ”Ach ich hab` in meinem Herzen” aus dem Film ”Der fröhliche Wanderer”.

Das Ensemble ”Modern Music” präsentierte unter anderem die Titelmelodie aus dem Schmuse-Thriller ”Ghost-Nachricht an Sam” oder ”As Time Goes by”, das Erinnerungen an dem Film ”Casablanca” mit Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart weckte, in der Originalsprache. Dieser Chor wird auch von Horst Haub geleitet und oft am Klavier begleitet.

Bei einem James-Bond-Potpourri erschienen die Sängerinnen und Sänger in weißen Hemden mit schwarzer Fliege. Dem Pianisten Horst Haub servierte ein Butler einen Martini - geschüttelt, nicht gerührt. Stephan Meininger war solo zu hören.

Die Bandmitglieder Karla und Markus Kronenberger, Viktoria Knauf und Herbert Stork begleiteten viele Vorträge. Bei der abschließenden Oscar-Verleihung, bei dem es in Weisenheim natürlich einen goldenen Sandhasen gibt, wurden sie mit dem Sandhasen für Bandbegleitung bedacht. Auch für Sologesang, Chor- und Orchesterleitung sowie Moderation wurden Sandhasen verliehen.

Zum Abschied sangen alle drei Chöre gemeinsam den im Jahr 1956 meist verkauften Hit von Freddy Quinn ”So schön, schön war die Zeit”. Das traf auch auf die drei unterhaltsamen Stunden bei der Liedertafel zu.


Ehrungen:
Der 2. Vorsitzende des Kreischorverbandes Frankenthal-Grünstadt, Wilfried Bierhenkel, ehrte Werner Dietrich für 60 Jahre Singen im Chor mit einer Urkunde. Vereinsintern geehrt wurden Heinrich Schön (65 Jahre) und Ursula Klopp (zehn Jahre).

Gospel-Songs und Cowboy-Romantik

Die Rheinpfalz vom 10. Mai 2010

Liedertafel präsentiert bei Jahreskonzert Klänge aus Nord- und Südamerika - Gelungene Gastauftritte

Ganz auf Nord- und Südamerika eingestellt präsentierte sich der Gesangverein Liedertafel Weisenheim am Sand mit seinen drei Chören beim Jahreskonzert in der Gemeindeturnhalle. Die Big Band Bobenheim am Berg und der 1. Frankenthaler Männerchor 03 ergänzten als Gäste das Repertoire bestens.

Etwa 400 Besucher lauschten dem schwungvollen Konzert. Durch das Konzert führte mit interessanten Erläuterungen zu den einzelnen Programmpunkten Karlheinz Knabe.

Der Männerchor unter Leitung Horst Haubs ließ mit dem Spiritual „Down by the Riverside" die Sklaven ihre Sorgen „unten am Fluss" ablegen und mit einem Gospel ins „Gelobte Land", ins „Glory Land", blicken. Der Cowboy-Romantik widmeten sich die Sänger mit dem eher getragenen „Heim möcht" ich ziehn" und einem flotten Medley aus „Golden Western Songs". Gospel-Songs seien stärker von Blues und Jazz geprägt als das Spiritual, steuerte Knabe Wissenswertes zu dem ersten Programmpunkt bei.

Der ebenfalls von Horst Haub geleitete Chor „Modern Music mit Band" interpretierte den Countrysong „Take me home, Country Roads" von dem deutschstämmigen John Deutschendorf, besser bekannt als John Denver. Ebenfalls im Repertoire hatte der Chor Don McLeans „American Pie", an dessen Textinterpretation sich schon viele vergeblich versucht haben. Von dem legendären Johnny Cash steuerten sie bei ihrem zweiten Auftritt an diesem Abend, stilgerecht mit Cowboyhut- und Stiefeln, drei fast zum Allgemeingut gewordene Titel bei, unter anderem „Ring of Fire".

Südamerika im Blick hatte der Gemischte Chor unter der Leitung von Karla Kronenberger, die auch die Gesamtleitung des Abends hatte, mit „Wein" nicht um mich, Argentinien" von Andrew Lloyd Webber. Das musikalische Lebensgefühl der dunkelhäutigen Brasilianer gab das Volkslied „Samba Lelé" wieder. „Island in the Sun" von Harry Belafonte und Caterina Valentes auf Deutsch gesungenes „Wo meine Sonne scheint" hatten den Calypso-Rhythmus aus der Karibik zum Thema.

Die Titel, die der 1. Frankenthaler Männerchor 03, darbot, hatte allesamt ihr Leiter Walter Zipp bearbeitet. Der Chor war bei der Feier zum 160. Geburtstag der Liedertafel 2006 zum ersten Mal überhaupt vor Publikum aufgetreten. Die Sänger wurden mit begeistertem Applaus für ihr „Rawhide" und den „Geisterreiter" belohnt.

Den Abend eröffnet hatte die Big Band unter Leitung von Andreas Keil mit „Tuxedo Junction". Sie ließ Carlos Santanas „Maria, Maria" und Herbie Hancocks „Watermelon Man" im typischen Big-Band-Sound ertönen. Bei „Tequila" klappte die Interaktion mit dem Publikum vorzüglich. Mit Udo Jürgens und „Ich war noch niemals in New York" verabschiedeten sich alle Sänger vom Publikum, das nicht mit Applaus geizte.

Die Begleitband von „Modern Music" bildeten Karla Kronenberger (Klavier), Markus Kronenberger (Gitarre), Viktoria Knauf (Bass), Herbert Stork (Schlagzeug). Lisa Hitschler übernahm die Begleitung am Flügel. „Auch unsere älteren Sänger sind begeistert und machen gerne mit", sagte der Liedertafel-Vorsitzende Rudolf Stork und lieferte auch eine einleuchtende Begründung: „Da waren ganz viele Hits aus ihrer Jugend dabei."


Ein Leben lang Chorgesang
Nachtrag vom 11.05.2010

Ein Leben lang dem Chorgesang verbunden sind drei Aktive des Gesangvereins Liedertafel in Weisenheim am Sand: Erich Naumer, Manfred Hundinger und Herbert Hitscher wurden beim Maikonzert, über das wir bereits gestern berichtet haben, vom Vorsitzenden des Sängerkreises Frankenthal/Grünstadt, Heinrich Schacky, für 60 Jahre als Sänger ausgezeichnet. Horst Christ gehört dem Chor seit 40 Jahren an, Gertrud Gimbel feierte ihr „Silbernes".

Von Wien über Uruguay zurück in die Pfalz

Die Rheinpfalz vom 11. Mai 2009

Maikonzert mit den drei Chören der Liedertafel und dem Phantomquintett

Drei kurzweilige Stunden bereiteten die drei Chöre der Liedertafel Weisenheim am Sand und das Phantomquintett mit ihrer „Musikalischen Weltreise" am Samstagabend ihren gut 400 Zuhörern. Der Chor "Modern Music" feierte sein zehnjähriges Jubiläum. Das Programm war breit gefächert und fand großen Anklang beim Publikum.

Mit der Eurovisions Fanfare (Präludium) von Marc-Antoine Charpentier eröffneten die Blechbläser des "Phantomquintetts" den Abend, der Männerchor ließ unter der Leitung von Horst Haub das musikalische Wien der vorletzten Jahrhundertwende mit "Wien bleibt Wien" und "Im Prater blüh"n wieder die Bäume" auferstehen. Das Männerquartett mit Thomas Groh, Stefan Meininger, Werner Peissig und dem GV-Vorsitzenden Rudolf Stork war eine Idee der Dirigentin des gemischten Chors Karla Kronenberger gewesen. Die Beteiligten hatten nur gut drei Wochen Zeit zum Einstudieren gehabt, ihr Popsong "Moskau" kam beim Publikum dennoch bestens an. Ein Zulu-Lied aus Südafrika von einfacher, aber hinreißender Musikalität interpretierte der Gemischte Chor in der Originalsprache. Beim Tango "La Cumparsita" des Phantomquintetts - eine der bekanntesten Tangos überhaupt und ursprünglich für den Karneval in Montevideo/Uruguay komponiert - dürfte es dem einen oder anderen begeisterten Tänzer im Publikum vermutlich schwer gefallen sein, einfach nur still zu sitzen und zuzuhören. Bevor der Männerchor die Zuhörer mit auf eine Italienreise nahm, interpretierte die Mezzosopranistin Ellen Scheuermann-Reibold den Celine Dion-Hit "My Heart Will Go On" aus dem Film Titanic. Die beiden Tenorsolisten Wolfgang Schmidt und Otto Schubart präsentierten "Immer nur lächeln" und das Wolgalied aus dem "Zarewitsch", beides aus Operetten von Franz Lehár.

Den "Big Easy" New Orleans im Süden der USA steuerte das Phantomquintett mit "Just A Closer Walk" als nächstes Reiseziel an, der "Chattanooga Choo Choo" führte durch die Vereinigten Staaten und am Ende ließen sie die musikalische Weltreise in der Pfalz enden - mit Kurt Dehns „Ja so en Gude Palzwoi" zum Mitsingen. Die Gruppierung "Modern Music mit Band" (Herbert Stork, Schlagzeug, Markus Kronenberger, Gitarre) entführte auf den "Blueberry Hill" (mit dem Lied gelang Fats Domino 1956 der Durchbruch) und mit "America" aus dem Musical "Westside Story" ließen alle Chormitglieder das Konzert ausklingen. Am Klavier hatten Willy Pfundmaier, Horst Haub und Karla Kronenberger begleitet. Karlheinz Knabe führte als Moderator durch den Abend, die Gesamtleitung lag in den Händen von Horst Haub.

"Zentnerlasten fallen von unseren Schultern", verdeutlichte GV-Vorsitzender Rudolf Stork die Anspannung, das Konzert für die Beteiligten bedeutete.

Heinrich Schacky vom Sängerkreis Frankenthal/Grünstadt ehrte Wolfgang Schmidt für 40 Jahre Chorgesang mit der Goldenen Ehrennadel. Günther Bayer und Norbert Siegfarth bekamen die Silberne Ehrennadel, für 25 Jahre Singen im Chor, Corinna Hübsch, Edith Maurus, Christa Dreymann-Aloe und Günther Dreymann waren 10 Jahre dabei.

Tango mit Schuss

Die Rheinpfalz vom 06. Mai 2008

Jahreskonzert der Liedertafel

Ein volles Haus begeisterter Zuhörer hatte der Gesangverein Liedertafel Weisenheim am Sand bei seinem Jahreskonzert am Samstagabend in der voll besetzten Gemeindehalle. Sie erlebten ein rund dreistündiges abwechslungsreiches Musikprogramm, das Lieder der drei Gastgeber-Gruppen und zweier Solisten sowie gefällige Melodien des großen Blasorchesters vom Katholischen Musikverein Hochdorf bot.

Der Vorsitzende des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt, Heinrich Schacky, attestierte den Weisenheimern, etwas ganz Besonderes zu sein. Während viele Gesangvereine nämlich unter einem Mangel an Männerstimmen litten, gebe es hier gleich zwei Vereine, die gut damit bestückt seien. „Der Gesang muss hier Freude machen, anders sind so viele Sänger nicht zu erklären", sagte Schacky. Daraus resultierten Treue und Einsatzwille bei Mitgliedern wie Erich Hahn (50 Jahre aktiv), Thomas Groh und Werner Stahl (25 Jahre), die mit Urkunden und Präsenten geehrt wurden.

Auch der Vorsitzende Rudolf Storck würdigte die Leistung der Jubilare. Hahn hatte schon beim Bau des Sängerheims geholfen, und Groh arbeitet schon 23 Jahre im Vorstand, elf davon als Zweiter Vorsitzender. Er lud die Weisenheimer zum Mitsingen ein, und sagte: "Chorgesang macht Freude und schafft Freunde".

Das gelang den Akteuren auf der Bühne mit Liedern etwa von Walter Kollo, Udo Jürgens, den Beatles, Katja Eppstein, ABBA, Marianne Rosenberg sowie Simon und Garfunkel.

Geboten wurden sie abwechselnd vom gemischten Chor und der Gruppe Modern Music mit Instrumenten (Leitung Horst Haub), vom Männerchor und dem beeindruckenden Klangkörper aller drei Gruppen des Gastgebers zusammen mit Karla Kronenberger am Taktstock.

Auch Solisten traten teils eindrucksvoll in Aktion: Die Sopranistin Stefanie Blum - beim Titel "The Rose" begleitet von Amanda McBroom am Klavier und mit Zweitstimme von Dirigentin Kronenberger - und Otto Schubart, der sich als Tenor mit "Alle Tage ist kein Sonntag" von Carl Clewing fast ebenso großen Beifall verdiente. Bei den Chören sangen zudem Wolfgang Schmidt (Tenor), die beiden Vorsitzenden (Bass) und - etwas weniger gelungen - Corinna Hübsch (Sopran) einige Solopassagen.

Immer wieder lieferte Moderator Karlheinz Knabe dem Publikum Hintergrundinformationen zu den Musikstücken, Komponisten und Interpreten. Darunter waren auch die Werke, die das stark besetzte Blasorchester des Musikvereins Hochdorf mit Dirigent Xaver Drews zum Gefallen der Zuhörer spielte: "Happy Music" von James Last, "Simply the best" von Tina Turner, "Les Humphries in Concert", "I'm sailing" von Rod Stewart, das durch Frank Sinatra berühmt gewordene Stück "My Way" und andere. Beim Kriminal-Tango fiel sogar tatsächlich ein Schuss, der einige Gäste erschreckte - und dann Erheiterung auslöste. So manche Lieder und Melodien weckten Erinnerungen und lösten Begeisterungsrufe aus.

Fröhlich und sentimental

Die Rheinpfalz vom 07. Mai 2007

Jahreskonzert ein Erfolg

Fröhliche, sentimentale und melancholische Gesangs- und Musikstücke präsentierte der Gesangverein Liedertafel bei seinem Maikonzert in der festlich geschmückten und vollbesetzten Gemeindeturnhalle in Weisenheim am Sand.

Der furiose Auftakt des Jugendblasorchesters aus Bobenheim am Berg sorgte für fröhliche Stimmung. Unter ihrem Dirigenten Jürgen Rings begeisterten die vierundfünfzig Jugendlichen mit "The Final Countdown" das Publikum. Mit "Tonight" und "I feel pretty" brachte der Liedertafel-Chor einfühlsam Liebesgeschichten aus den New Yorker Slums, nämlich aus Leonard Bernsteins "West Side Story" zu Gehör. Melancholisch und sehr gelungen sang Ellen Scheuerman-Reibold das Lied der Eponine "On my own" aus dem Musical "Les Miserables". Am Klavier begleitet wurde die Mezzosopranistin von Dirigent Horst Haub. Romantisch gab der Männerchor das russische Volkslied "Fahrt zur Liebsten" zum Besten. Mit der Titelmelodie des Janice Joplin Films "Die Rose" ernteten sie anschließend viel Beifall.

Witzig und spitzig der gemischte Chor unter der Leitung von Dirigentin Karla Kronenberger. "Die launische Forelle" von Franz Schubert wurde musikalisch verwandelt: zuerst in "Eine kleine Nachtforelle" nach W.A. Mozart, dann wurde daraus, nach L.v. Beethoven, "Zur Ehre der Forelle", hernach die "Gebirgsforelle am späten Abend" nach einem Südtiroler Volkslied, schließlich die "Forelle Italiana" nach der Weise "Tiritomba" und zum Schluss die "Wolgaforelle", nach einer russischem Volkslied.

Mitreißenden Sound bot dann wieder das Jugendblasorchester mit einem Stück von Deep Purple "Smoke on the Water" und einen Querschnitt von "Best of Queen".

An die Strände Dalmatiens und zum Träumen im weißen Sand entführte der Männerchor mit der "Kleinen Barke im Wind". Sein breitgefächertes Repertoire zeigte er auch mit "Bella Rosa", einem Liebeslied aus den Bergen von Robert Jung. Anhaltenden Beifall erntete das Solostück "Mein Weisenheim" von Tenor Otto Schubar. Nach der Melodie von Fritz Wunderlichs Lied "Mein Kusel" hatte er einen eigenen Text verfasst. Zum Nachdenken das Grand-Prix-Siegerlied von Nicole "Ein bisschen Frieden". Gitarrist Markus Kronenberger begleitete dazu den gemischten Chor auf der Gitarre.

Modern Music, am Klavier Dirigentin Karla Kronenberger, machte seinem Namen alle Ehre mit der Komposition von Freddie Mercury "Bohemian Rhapsodie".

"Rock to the Max Mr. Sax", ein Titel der den Saxophonspieler des Jugendorchesters auf den Leib geschrieben war. Eine reife Leistung, erst rockte die Kapelle und dann die ganze Turnhalle.

Zum Ausklang dann etwas Sentimentales, Freddy Quinns "Heimweh". Es wurde stimmgewaltig von allen drei Chören zusammen gesungen.

Mit Witz und Sachkenntnis führte Moderator Karlheinz Knabe durch das Maikonzert.


Nachtrag vom 08.05.2007:
Geehrt für 40 Jahre Engagement bei der Liedertafel Weisenheim am Sand wurden beim Maikonzert am Wochenende Werner Schubar, Ellen Scheuermann-Reibold und Dietmar Ofen. Der Vorsitzende des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt, überreichte den Jubilaren die Goldenen Ehrennadeln. Für 25 Jahre Treue zur Liedertafel ausgezeichnet wurde Karlheinz Knabe.

Drei Chöre halten die Liedertafel jung

Die Rheinpfalz vom 22. Mai 2006

160-jähriges Bestehen mit Jubiläumskonzert gefeiert

Mit abwechslungsreichen Melodien bewies der Weisenheimer Gesangverein Liedertafel, dass er trotz seines Alters von 160 Jahren jung geblieben ist. Das gilt nicht nur für Modern Music unter Leitung von Horst Haub, sondern ebenso für den gemischten Chor unter Leitung von Karla Kronenberger und den von Alwin Dinges geleiteten Männerchor.

Für 60 Jahre Singen im Chor wurde Heinrich Schön durch Wilfried Bierhenkel vom deutschen Sängerbund geehrt, der ihn als Stütze des zweiten Tenors bezeichnete und für den der regelmäßige Besuch der Chorproben eine Selbstverständlichkeit sei. Für 25 Jahre Singen im Gemischten Chor und bei Modern Music erhielt Karin Stork die silberne Ehrennadel des pfälzischen Sängerbundes.

Die Eröffnung des Abends mit der olympischen Fanfare übernahm das Blasorchester des GMV Lambsheim 1846 unter der Leitung von Alexander Petry. Im Verlauf des Abends waren sie noch mit Melodien der Blues Brothers und dem rhythmusgeprägten Stück „Groove A Round" zu hören.

Die anderen Gäste, das Folkwang-Hornquartett, kamen immer dann zum Einsatz, wenn es um Lieder über den Wald oder die Jagd ging. So unterstützten sie den Männerchor bei dem Lied „Nachtgesang im Walde" und dem „Jägerchor" aus der Oper „Der Freischütz". Trotz der hell beleuchteten mit Blumen und Bäumen geschmückten Gemeindeturnhalle hatte man das Gefühl, im nächtlichen Wald zu sein.

Solisten des Abends waren Ellen Scheuermann-Reibold mit „Memories" aus dem Musical „Cats" und Stefanie Blum mit „New York" und „One Moment in Time". Einer der Höhepunkte des Abends waren die Solovorträge von Alwin Dinges. Vor allem mit „What a wonderful World", auf der Trompete geblasen, erntete er donnernden Applaus. Modern Music erfreute die Zuhörer mit Musicalmelodien aus „The Phantom of the Opera" und für „Barbara Ann" und „At the Hop", die locker und mit Körpereinsatz vorgetragen wurden, dankten die Zuhörer.

Die Moderation hatte Karlheinz Knabe übernommen, mit vielen Informationen leitete er die Musikstücke ein. Sänger Rudi Bitz überreichte dem Vereinsvorsitzenden Rudolf Stork einen selbst geschriebenen Chorsatz zum Jubiläum. Begonnen hatten alle drei Chöre den Jubiläumsabend mit dem Lied „Zum festlichen Tag" und mit „Auf Wiedersehen" verabschiedeten sie sich von ihrem Publikum.

Kreuzfahrt in den Gefilden der Seefahrerromantik

Die Rheinpfalz vom 10. Mai 2005

Konzertabend der Liedertafel 1846 mit Shantys und Quetschkommode

Garstiges Schauerwetter trieb viele Einheimische und Auswärtige am Samstagabend in die Gemeindeturnhalle in Weisenheim am Sand. Doch wer sich dort nur unterstellen wollte, war fehl am Platz. Denn die Liedertafel 1846 lud zu einer bemerkenswerten Kreuzfahrt in die musikalischen Gefilde der Seefahrerromantik unter dem Motto „Heute an Bord" ein.

Keiner wurde vergessen, alle mussten mit an Bord. Bereut haben es sicher die Wenigsten, denn statt steifer Brise und Seekrankheiten wurden gute Laune und beschwingte Melodien dargeboten. Zwar wurden statt heißem Grog edle Weine serviert, aber die Turnhalle war bis ins kleinste, liebevolle Detail stimmig dekoriert: Es fehlten weder Fischernetze noch Muscheln, sogar ein echtes Segelboot und einen Leuchturm gab es.

Das eigens für diesen Segeltörn angeheuerte Akkordeon-Orchester Mannheim-Sandhofen mit seinem Kapitän Klaus Jörger begrüßte die Passagiere mit beliebten Melodien wie „Anchors aweigh" und nach der Pause mit „Biscaya". Drei mitreißende Medleys mit Stücken von Les Humphries („Mexico", „Mamma Lou"), Abba („Waterloo", „Mamma Mia", „The Winner takes it all") und „Melodien aus dem hohen Norden", die zum Mitsingen und Mitklatschen einluden, waren mit ein Garant für das Gelingen des Abends. Es begeisterten besonders die schönen Rhythmen und das abwechslungsreiche Klangfarbenspiel des Orchesters.

Vielseitig zeigten sich auch die Chöre der Liedertafel. Schön abgestimmt im Wechsel der drei Chöre, jeweils mit akribisch recherchierten Kommentaren des Moderators Karlheinz Knabe versehen. Den Beginn machte der Männerchor mit Chorleiter Alwin Dinges, der auch für die Gesamtleitung des Abends verantwortlich zeichnete. Dinges dirigierte nicht nur, sondern sang auch und spielte Klavier, Trompete und Gitarre. Die Männer gefielen mit Titeln wie „Ein Schiff wird kommen", „Jimmy Brown", „Ay, ay, ay, Paloma" (tolle Bassstimme) und dem flotten „Mäckie war ein Seemann".

Der gemischte Chor unter der Leitung von Karla Kronenberger entführte die Zuhörer mit „Wo es Mädels gibt, Kameraden" aus der Operette „Die Blume von Hawaii" und „Schwer mit den Schätzen des Orients beladen" in die wärmeren Regionen.

Die englischsprachigen Seemannsweisen präsentierte Modern Music, der junge Chor der Liedertafel unter dem ansprechenden Dirigat von Horst Haub. „What shall we do with a drunken Sailor" durfte da ebenso wenig fehlen wie „Shenandoah" und der Rod Stewart-Erfolg „I am Sailing".

Besonders zu erwähnen sind die guten Leistungen der Gesangssolisten, die vielen Liedern ihre besondere Würze verliehen. Es waren dies Otto Schubart und Wolfgang Schmidt bei den Herren, besonders aber Stefanie Blum bei den Damen, deren gefühlvollen Vortrag die Zuschauer bei „Somewhere" aus der „West Side Story" von Leonard Bernstein und dem Mega-Hit „My Heart will go on" aus dem Film „Titanic" gespannt lauschten. Ebenso überzeugend erklangen ihre Chorsoli in „Shenandoah" und „Es kommt der Tag".

Im Verlauf des Konzerts wurden Willi Kohlschmidt für 50 Sängerjahre, Rudolf Stork für 25 Sängerjahre und Rudi und Hannelore Bitz für zehn Jahre Singen bei der Liedertafel geehrt.
Mit dem baskischen Volkslied „Auf Wiedersehen" im Satz von Robert Pappert verabschiedeten sich alle Akteure und ein zufriedenes Publikum ging von Bord.

Beliebte Kostbarkeiten aus den Notenschränken

Die Rheinpfalz vom 24. November 2004

Abwechslungsreicher Liederabend der "Liedertafel" mit vereinseigenen Chören und Solistene

"Gern gesungen, gern gehört" lautete das Motto beim jährlichen Liederabend des Gesangvereins Liedertafel, das nun zum sechsten Mal in der Aula der Grundschule in Weisenheim am Sand stattfand. "Die Kostbarkeiten, die in den Notenschränken der Liedertafel ruhen, sind es wert, einem breiten Publikum vorgestellt zu werden", meinte Vorsitzender Rudolf Stork zur Begrüßung.

Horst Haub, der die Gesamtleitung hatte, eröffnete den Reigen ausgewählter Melodien am Klavier mit "When Alice cries" von Erroll Garner. Eine Mischung aus ungarischer Volksmusik und heiterem Zigeunerleben bot der gemischte Chor unter der Leitung von Karla Kronenberger mit dem Lied "Wenn Zigeuner Hochzeit machen". Das folgende "Halleluja" erinnerte an den Beitrag Israels zum Grand Prix 1979. Mit "Samba Lelé" entführte der Chor die Zuhörer nach Brasilien. In diesem Stück finden sich afrikanische und indische Einflüsse wieder, wie Moderater Karlheinz Knabe erläuterte - "einerseits schnell, pulsierend, andererseits leicht, weich und erotisch".

Nächste Station war die berühmteste Straße von Paris, "Aux Champs Elysées". Joe Dassin übertraf 1977 mit diesem Titel alle Plattenverkaufsrekorde.

Die 19-jährige Stefanie Blum singt seit der Gründung vor fünf Jahren im Modern-Music-Chor mit. Erst seit einem Dreivierteljahr hat sie Gesangsunterricht. Sie verzauberte das Publikum mit zwei Sololiedern, bei denen sie von Alwin Dinges gesanglich und am Klavier begleitet wurde: Elvis Presleys "Can"t help falling in love", später "Let it be" von den Beatles. Die Liedertafel kann stolz darauf sein, so ein Talent in ihren Reihen zu haben.

"Modern Music" bot im ersten Auftritt mit "Ride on, Jesus, ride" und "I am his child" zwei Spirituals dar. Das zweite Stück gefiel durch den Wechsel vom sanften Beginn und ruhige Zwischenpassagen bis zum kräftig jubelnden Gesang. Im zweiten Teil besang der Chor mit "Barbara Ann" von den Beach Boys den Traum vom ewigen Sommer, guter Laune und unvergänglicher Jugend, es folgte "Diana", der erste Hit von Paul Anka - Wolfgang Schmidts Schlussseufzer "Oh, Diana" kam so richtig von Herzen.

Eine weitere Dame, nämlich "Marina", besang der Männerchor, dirigiert und am Klavier begleitet von Alwin Dinges. Die rassige Schönheit mit schwarzen Haaren, die man beim Tanzen gerne fest in den Armen halten möchte, brachte das Ensemble fast bildhaft herüber - man sah die Dame fast vor sich.

"Jetzt kommen die lustigen Tage", hatte der Männerchor das Publikum zu Beginn aufgefordert, mit in die Welt zu ziehen. Stationen waren Irland ("Londonderry Air"), Italien ("Bénia calastoria") und die Dolomiten (mit einem wundervollen "La Montanara").

Das Publikum bedankte sich bei allen Mitwirkenden mit begeistertem Beifall. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Chöre und Soli sowie die informative Moderation machten den Abend überaus abwechslungsreich. Und beim abschließenden Kanon "Abendstille überall" wurde auch das Publikum mit einbezogen. Leider fanden nur zirka 150 Zuhörer in die Aula, für viele Ältere sind die Treppen zu beschwerlich.

Populäre Melodien erfreuen Gäste

Die Rheinpfalz vom 17. Mai 2004

Liedertafel feiert 50. Geburtstag mit Maikonzert

Ein bunter Blumenstrauß populärer Melodien entfaltet sich am Samstagabend beim Maikonzert der Liedertafel in der vollbesetzten Gemeindeturnhalle. Anlässlich des 50--jährigen Bestehen des gemischten Chores musizierten der Männerchor unter Leitung von Alwin Dinges, der gemischte Chor (Leitung: Karla Kronenberger) und der junge Chor "Modern Music" unter der Leitung von Horst Haub. Gesamtleitung hatte Karla Konenberger.

Als mitwirkende Gäste hatte man sich die TC Big Band Haßloch unter der Leitung von Gerhard Wolff eingeladen. Moderator Karl-Heinz Knabe führte mit Hintergrundinformationen durch das Programm.

Die TC Big Band startete das Programm mit "Sentimental Journey" von Les Brown. Sie heizte den Saal im Verlauf des Abends mit Hlenn Millers swingenden Melodien wie der "Moonlight Serenade" auf. Nach der Pause brachten fetzige Rhythmen in "American Patrol", dem "Dobbs-Boogie" und " In The Mood" die Stimmung zum Sieden, die Instrumentalsolisten erhielten Szenenapplaus.

Der Beginn des Chorvortrages des gemischten Chores mit "Im schönsten Wiesengrunde" erwies sich wegen der Akustik als recht schwierig. Die gefällige Melodie von "Aux Champs-Elysees" - ursprünglich von Jules Dassin gesungen - boten die Sänger mit exakter Aussprache dar. Es entspann sich ein harmonischer Dialog zwischen Frauen- und Männerstimmen. Eine deutliche Steigerung gelang im zweiten Teil mit "The Lion Sleeps Tonight" und "Samba Lelé". Der Jubelchor präsentierte einen flotten, engagierten Vortrag mit prächtiger, rhythmisch gut abgesetzter Dynamik. Der Chorsolisten Katja Klein hätte man etwas mehr Strahlkraft in der Höhe gewünscht.

Beeindrucken konnte der Männerchor mit seinen A capella-Stücken "Türkisches Schenkenleid" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Beitrag wurde frisch akzentuiert. Melodiös gelang "I Surrender All" von Winfield Weeden mit einem zarten Chorsolo von Stefanie Blum. Richtig beschwingt und gut aufgelegt, musizierte "Modern Music" seinen zweiten Auftritt. Schön stiegen die Männerstimmen bei "Diana" von Paul Anka ein, engagiert komplementiert von den Frauenstimmen. Die Chorleiter Alwin Dinges, Horst Haub und Karla Kronenberger fügten sich als Klavierbegleiter jeweils präsent, aber zurückhaltend in das Musikgeschehen ein. Die solistischen Vorträge bereicherten das Programm.

Für die kleinen Konzertbesucher erklang ein "Walt Disney Medley", gesungen von Ellen Scheuermann-Reibold, arrangiert und am Flügel begleitet von Karla Kronenberger.

Als Abschluss des Konzertes erklang von allen Chören der Liedertafel das "Trinklied" aus der Oper "La Traviata" von Guiseppe Verdi und mit den Solisten Sylvia Pflugradt-Dinges als Kurtisane und Alwin Dinges als Alfredo.

Im Rahmen des 50. Jubiläums wurden geehrt: Hedwig Seibert, Liesel Bechtel und Dieter Fesser für 50 Jahre Singen im gemischten Chor und für zehn Jahre Singen in der Liedertafel Dietlinde Spieß, Harald Lehrbach, Rita Lehrbach, Hildegard Weber.

Mit Liedern einmal um die Welt gereist

Die Rheinpfalz vom 05. Mai 2003

Konzert der Liedertafel begeistert Zuhörer - Verdiente Sänger geehrt

"Von der Pfalz in die Welt" lautete das Konzertmotto des Gesangvereins Liedertafel 1846 Weisenheim am Sand. Begonnen wurde die Reise in Amerika mit einer anspruchsvollen Komposition, die vom Orchester Mandolinata aus Mannheim vorgetragen wurde.

"Was muss noch alles passieren, damit die Menschheit in Frieden leben können?", so der Moderator Karlheinz Knabe in seiner Überleitung zum Modern Music Chor, der "Blowin in the wind" sang. Auch die nächsten Stücke handelten vom Wunsch nach Frieden und Freiheit, wobei der Männerchor für seine Version "Down by the riverside" viel Beifall erntete.

Der Weg führte weiter nach Ungarn mit feurigen und klagenden Melodien, die Sehnsucht, Romantik und Liebesglück wiederspiegelten. Mit dem "Ungarischen Tanz Nr. 6" verabschiedete sich der Gemischte Chor aus Ungaern und das Publikum gelangte an "die Tore von Wien und das silberne Zeitalter der Operette", so der Moderator. Nach einem Solo von Ellen Scheuermann-Reinhold ging es mit musikalischen Reisebildern aus Italien weiter. Beiträge aus Irrland und Schottland folgten.

Nach einem kurzen Stop in Israel ging es in die Welt der Leidenschaft und Erotik. Lateinamerika stehe für schnelle und schwungvolle Tänze und die Freude an der Bewegung erläuterte Knabe. Dies konnte Mandolinata mit seiner "Suite Latina" eindrucksvoll unter Beweis stellen. Vor dem großen Finale aller Chöre führte der Weg langsam wieder in die heimischen Gefilde zurück. Viel Applaus erntete Dieter Stork für sein Solo "Die Beichte".

Dass Singen großen Spaß macht, war allen Beteiligten anzumerken. So bringt es Heinz Diel bereits auf ein halbes Jahrhundert Chorzugehörigkeit. "Singen heißt verstehen, und verstehen müssen wir uns untereinander, sonst gibt es keinen Chor", sagte der Vorsitzende des Sängerkreises Frankenthal-Grünstadt, Heinrich Schacky, in seiner Rede zur Verleihung der goldenen Ehrennadel des deutschen Sängerbundes. Heinz Diel verstehe seine Mitstreiter schon seit 50 Jahren. In erster Linie solle jeder das Gefühl haben, ohne mich geht es nicht, so Schacky. Eine Dame, die seit 25 Jahren fast keine Probe versäumt habe, sei Traudel Bender. Der pfälzische Sängerbund verlieh ihr die silberne Ehrennadel.

Für 40 Sängerjahre wurden Horst Schön und Heinz Schreiber mit der goldenen Ehrennadel geehrt. Schön habe seit über 20 Jahren im Vorstand mitgewirkt und sei aktiver Fasnachter. Schreiber sei für seine Scherze in der Singstunde bekannt, vor allem aber für seine Malerarbeiten im Kulissenbereich, so Schacky.

Für zehn Jahre wurden Siegfried Barth, Rudolf Fischer, Werner und Gabi Peissig geehrt.

Enorme Spannweite

Die Rheinpfalz vom 27. November 2002

Anspruchsvolle Unterhaltung bei der Liedertafel

Was der Gesangverein Weisenheim am Sand, die Liedertafel, am Sonntag bei seinem alljährlichen Liederabend zu bieten hatte, war anspruchsvolle Unterhaltung. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Grundschule erlebte einen kurzweiligen und abwechslungsreichen Abend voller schöner Stimmen.

"Ich fand´s sehr schön", so fasste eine Besucherin den gelungenen Abend unter dem Motto - Gern gesungen, gern gehört - zusammen. Die Sängerinnen und Sänger der drei Chorformationen setzten, zusammen mit ihren Leitern, ein anspruchsvolles Programm in anregende Unterhaltung um. Der Moderator und Sänger Karlheinz Knabe führte die Zuhörer mit fundiertem Hintergrundwissen ansprechend durch den Abend. Klassische Stücke wie "Ein Traum vom Glück" von Johannes Brahms und Franz Schuberts "Lindenbaum" fanden genauso Beachtung, wie das legendäre "Blowing In The Wind" von Bob Dylan oder "Yesterday" von den Beatles.

Eben diese enorme Spannweite der Liedertafel überzeugte bei diesem Liederabend. Der etwa 45 Mann starke Männerchor unter der Leitung Alwin Dinges brachte raumfüllende, klangvolle Stücke auf die Bühne. Auch der gemischte Chor unter der feinfühligen und sicheren Leitung Karla Kronenbergers, die auch für die Gesamtleitung verantwortlich war, verzauberte mit Stücken wie "I Am His Child" von Moses Hogan. Auffallend professionell klangen die Solostücke von Stefanie Kroneder (Sopran), Ellen Scheuermann-Reibold (Mezzosopran) und Dr. Dieter Stork (Bariton).

Bei dem unvergesslichen Evergreen von Luis Daniel Armstrong "What A Wonderful World" vergaß man fast, wo man eigentlich war. Alwin Dinges, der Amstrongs Stimme sehr authentisch wiedergeben vermag, spielte auch dessen Trompete zum Verwechseln ähnlich und erntete für diesen gekonnten Beitrag brausenden Beifall.

Schwungvoll wurde es dann noch einmal mit dem "MODERN MUSIC"-Chor unter der tempramentvollen Leitung Karl Fincks. Begleitet von dem Schlagzeuger Herbert Stork, der Gitarristin Claudia Stork, dem Mann am Piano Steffen Ochsmann und dem Bassisten Walter Baumann gelang dem Chor ein abwechslungsreicher und pfiffiger Auftritt.

Stücke wie "Engel singen (swingen) leise" von Robert Pappert und "Eight Days A Week" von John Lennon und Paul McCartney entpuppten sich als einfallsreiche Arrangements und kamen bei den Zuhörern gut an. Auffallend nervenstark und sicher im Umgang mit den englischen Texten hob sich das jüngste Mitglied der Liedertafel Weisenheim am Sand, die 10-jährige Germaine Schank, ab. Der älteste Sänger der Liedertafel ist Ernst Schmidt mit 85 Jahren.

Vielleicht - oder sicher - ein Indiz dafür, dass der Gesangverein für jeden etwas zu bieten hat und sich erfreulich vom Durchschnitt abhebt.

Von Abba bis Verdi die Vielfalt der Musik demonstriert

Die Rheinpfalz vom 07. Mai 2002

Konzert des Gesangvereins Liedertafel - Jüngster Chor nennt sich "MODERN MUSIC"

"Von der Pfalz in die Welt" lautete das Konzertmotto des Gesangvereins Liedertafel 1846 Weisenheim am Sand. Begonnen wurde die Reise in Amerika mit einer anspruchsvollen Komposition, die vom Orchester Mandolinata aus Mannheim vorgetragen wurde.

Unter dem Titel "Musik, Musik, Musik" gab es am Samstagabend beim Gesangverein Liedertafel in Weisenheim am Sand bunte Sträuße voller Überraschungen. Der Verein hatte sich erfolgreich mit Komponisten wie beispielsweise Oscar Strauß oder Franz Schubert, Kreuder oder Abba auseinandergesetzt.

Der Weisenheimer Männerchor unter dem Dirigat von Alwin Dinges, der gemischte unter Karla Müller und der jüngste Chor der Liedertafel, MODERN MUSIC, mit dem Karl Finck arbeitet, standen auf der Bühne. Das jüngste Mitglied von MODERN MUSIC ist der elfjährige Jochen.

Der Musikverein 1931 Hochdorf, geleitet von Xaver Drews, bot mit Blech- und Holzbläsern und einem sehr guten Schlagzeuger gute Musik. Er hatte einen ganz ausgezeichneten Solo-Trompeter, der seinem Instrument Duftiges entlockte (Karneval in Venedig) und begeisterte auch mit dem "Song Of Freedom" und einem putzvergnügten Udo-Jürgen-Medley.

Der Männerchor wusste zwischen Schuberts "Nacht" und Mendelssohns "Schenkenlied" fein zu differenzieren, sang gute Legati und prickelnde Staccatie, endete allerdings in einem Fortissimo, wo ein Forte gereicht hätte. Dem gemischten Chor gelang eine ganz bestechende Version von Friderics "Wir lieben sehr im Herzen". Die Musik schwang, war lebendig und beglückend. Willy Pfundmaier begleitete das Ensemble einfühlsam am Klavier. Das betörendste Solo sang der Bariton Dieter Stork. Sein Thema was ein "Fräulein an der Himmeslstür", das Petrus um Einlaß bittet. Er sang mit so viel Witz und Charme, dass man das Ende dieses Vortrags bedauerte. MODERN MUSIC bot eine stark verfremdete Version von "Swing Low, Sweet Chariot" und gestaltete gemeinsam mit einer Rhythmusgruppe (Ochsmann, Piano, Kronenberger, Rhythmus, Baumann, Bass, Stork, Schlagzeug) zwei Pop-Songs von ABBA. Sämtliche Sängerinnen und Sänger boten, begleitet von Pfundmaier und dirigiert von Alwin Dinges, den "Chor der Gefangenen" aus Verdies "Nabucco" - eine sehr gute Leistung. Die Weisenheimer Chöre singen überwiegend in Blickkontakt mit den Dirigenten, sind in der Dynamik daheim, bieten gute Aus- und Absprache.

Karlheinz Knabe moderierte das Konzert, wusste Interessantes über Musik und Komponisten zu berichten. Es gab auch Ehrungen an diesem Abend. So dankte die Liedertafel Petra Klein und Armin Mayer für je zehn Sängerjahre. Sängerkreisvorsitzender Heinrich Schacky ging in seiner kurzen Ansprache auf die Nachwuchsprobleme der Chöre ein, meinte nachdenklich, es läge auch daran, dass die meisten Vereine ihren Jugendlichen nichts böten. Er sei deshalb stolz, die Mitglieder zu ehren. Darunter Hermann Stork sowie Stefanie und Marina Kroneder, die seit zehn Jahren singen. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Inge Lottbrein und Doris Schön, Rudi Bitz und Hans Singelmann für 25 Jahre, Hans Borner für 40 Sängerjahre. Walter Degenhardt singt seit 50 Jahren.